Einzelaufstellung

Aufstellungs-Figuren 2

Eine Einzelaufstellung ist im Wesentlichen sehr ähnlich wie eine Gruppenaufstellung:

Der Ratsuchende formuliert sein Anliegen, sucht nach Absprache mit dem Therapeuten für die Stellvertreter Holzfiguren aus und stellt sie nach seinem inneren Gefühl und Bild auf dem Systembrett auf. Auch hier baut sich ein energetisches Feld auf und der Ratsuchende und der Therapeut folgen gemeinsam der Bewegung, die sich während des Aufstellungsprozesses zeigt. Im Unterschied zur Gruppenaufstellung spielt sich alles zwischen dem Ratsuchenden und dem Therapeuten im energetischem Feld ab: Sie müssen sich in alle Positionen hinein spüren, ihre Gefühle und Impulse wahrnehmen. Es geschieht in einem geschützten Rahmen, in dem Wahrnehmung und Gefühl die Führung im Geschehen übernehmen.

Die Intimität und Geschütztheit lässt viele Menschen diesen Weg der Aufstellung wählen. Die Vorteile sind, dass der Ratsuchende das Geschehen immer im Überblick hat, der Aufsteller nah bei ihm ist und dieser den nächsten Schritt, das Tempo und wie weit er gehen will, bestimmen kann. Diese Aufstellungsform ist außerdem gut für die Aufarbeitung traumatischer Themen geeignet, die eines behutsamen Vorgehens bedürfen. Bei Themen, die Menschen als sehr schamhaft empfinden, kann diese Form ebenfalls eine gute Wahl sein.

Schritt für Schritt tasten Ratsuchender und Aufsteller sich vor, folgen dem, was sich stimmig anfühlt und finden so zu einem Lösungsbild.

Manchmal ist auch eine Folge von Einzelaufstellungen für die Bearbeitung eines Themas oder eines stark belasteten Familiensystems angezeigt. Die Intervalle zwischen den Einzelsitzungen können verschieden lang sein. Bestimmend ist dabei das Gefühl des Ratsuchenden, dass er bereit für den nächsten Schritt ist.


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